Kellertheater Bremgarten
Schellenhausplatz
5620 Bremgarten AG

Eigeninszenierung

John Millington Synge

En Held

nach The Playboy of the Western World

Mundartbearbeitung Fridolin Kurmann

En Held Plakat

Eines Abends kommt ein fremder junger Mann daher und erzählt, er habe seinen tyrannischen Vater mit einem einzigen Spatenhieb erschlagen. Darauf bleibt im einsamen Wirtshaus nichts mehr, wie es war. Das Dorf feiert den Fremden als Helden, und die Wirtstochter findet in ihm ihre grosse Liebe – bis der tot geglaubte Vater vor der Tür steht und den Helden kläglich zu Fall bringt. Ein Stück um Engstirnigkeit, Gewalt, Sehnsüchte und Illusionen, in dem Tragik und Komik Hand in Hand gehen.

Presseberichte

Bremgarter Bezirks-Anzeiger über die Première

AZ Freiamt über die Première

AZ Freiamt über Hans Hassler

Zum Stück

Das Stück wurde 1907 in Dublin uraufgeführt und löste dort einen grossen Theaterskandal aus. Das Original spielt in einem Dorf an der Westküste Irlands. Unsere Mundartbearbeitung verlegt die Handlung an einen Ort in unserer Gegend. Denn der Kern des Stückes, die gewissermassen archetypische Emanzipationsgeschichte des Helden, funktioniert auch ohne irisches Kolorit. Und die geistige Enge, die Verstocktheit, die Faszination der Gewalt und die seltsamen Wege der Liebe, von denen das Stück handelt, müssen wir nicht im fernen Irland suchen, die gab und gibt es auch bei uns.

Sponsoren

Die Produktion En Held wird unterstützt von
Swisslos-Fonds Kanton Aargau
Hamasil Stiftung, Zürich
Migros-Kulturprozent
Ortsbürgergemeinde Bremgarten
Einwohnergemeinde Bremgarten
Kulturstiftung Dr. Hans und Dora Weissenbach, Bremgarten
Gönnerinnen und Gönner des Kellertheaters Bremgarten
Herzlichen Dank

Künstlerische Leitung

Urs Häusermann
Inszenierung

Geboren 1956 in Zürich, seit 2005 wohnhaft in Luzern. Ausbildung zum Primarlehrer. 1986 Theaterpädagogen-Diplom SAZ (Schauspielakademie Zürich).

Langjähriges Ensemblemitglied KJTZ Junges Theater Zürich. Danach Theaterpädagoge mit jungen Menschen und Schauspieler in Projekten der freien Schweizer Theaterszene. 1990–1993 Kleintheater-Tournée mit dem Trio Männertreu. 1993 Soloproduktion Der letzte Cowboy.

1994 Berufswechsel zum RAV-Berater. Ab 2000 wiederum Schauspieler in freien Theaterproduktionen sowie Regisseur bei Amateur-Ensembles.

Heute tätig als Erwachsenenbildner (Arbeit mit MigrantInnen), als Regisseur und im Forumtheater (Spiel und Weiterbildung). Langjähriges Mitglied des Theater Maralam (transkulturelle Projekte).

Am Kellertheater Bremgarten inszenierte er: Mr. Pilks Madhouse von Ken Campell (1991), Knopps Kleine Nachtmusik (Konzept und Inszenierung am Kulturspektakel 1998) und Hase Hase von Coline Serreau (2003) und En Summernachtstraum von Shakespeare (2008).

Pe Spalinger
Bühne

Geboren 1947 und aufgewachsen in Zürich, Grafiker SGD, lebt in Bremgarten. Seit 1984 Inhaber eines Ateliers für Gestaltung in Bremgarten. Zuvor arbeitete er 17 Jahre bei Müller-Brockmann in Zürich, davon fünf Jahre als Atelier-Chef. Sein erstes Bühnenbild für das Kellertheater Bremgarten entwarf er 1971. Seither hat ihn die dreidimensionale gestalterische Auseinandersetzung mit einer szenischen Geschichte, den Figuren, ihren Darstellern und der Regie nicht mehr losgelassen. Das Bühnenbild zu En Held ist das sechsundvierzigste, das er für das Kellertheater geschaffen hat.

Die Entwürfe auf der realen Bühne umzusetzen, stellt ihn vor immer wieder neue Herausforderungen. Doch viel mehr als die technischen und szenischen Probleme und der vorhandene Zeitdruck wiegen für ihn die Lust an der persönlichen Realisierung und die freundschaftliche Zusammenarbeit im ökonomisch freieren Umfeld der Frei-Zeit. So hat ihn das Kellertheater Bremgarten in seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung stark geprägt.

Francisca Hüsser
Kostüme

Francisca Hüsser ist in Birmenstorf AG aufgewachsen. Nach ihrer Ausbildung zur medizinischen Praxisassistentin und später zur diplomierten Pflegefachfrau in Psychiatrie arbeitete sie mehrere Jahre als Psychiatrieschwester. Von 2000 bis 2005 studierte sie an der Hochschule für Gestaltung & Kunst in Zürich und Basel und schloss das Studium mit dem Diplom als Modedesignerin ab. 2006/2007 arbeitete sie für diverse Modedesigner in London (Vivienne Westwood) und Tokio (Edwina Hoerl). Nach der Rückkehr in die Schweiz 2007 gründete sie ihr FashionLabel Instant-Karma, und entdeckte mit ihrem Kostümbild für das Theaterstück The Tempest von William Shakespeare (Maxim Theater in Zürich) ihre Leidenschaft für das Theater.

Hans Hassler
Musik

Hans Hassler wurde 1945 in Chur geboren. Er lebt als Musiklehrer und frei schaffender Musiker in Hagendorn (ZG). Seine musikalischen Wurzeln gründen in der Volksmusik. Mit sieben Jahren machte er seine ersten Versuche auf dem Akkordeon. Nach der Matura studierte er Klavier und Klarinette an der Musikakademie Zürich (Lehrdiplom für beide Instrumente); danach bildete er sich weiter mit Kontrabassunterricht und mit Schulmusikstudium sowie mit Studien auf dem Einzelton-Akkordeon in Kopenhagen.

Seit den 1960er Jahren übt er eine äusserst vielfältige musikalische Tätigkeit aus. So war er etwa Mitglied beim Vienna Art Orchestra, bei Habarigani, beim Swiss Art Orchestra, spielte als Akkordeonsolist beim Zürcher Kammerorchester und spielte in verschiedenen Formationen mit Gebhard Ullmann und in interkulturellen Musikprojekten. Er begleitete Autoren musikalisch bei ihren Lesungen, so etwa Peter Bichsel, Ernst Burren, Hans Bernhard Hobi, Max Huwyler, Hugo Lötscher, Klaus Merz. Er wirkte als Theatermusiker an verschiedenen Häusern (Stadttheater Basel, Opernhaus Zürich, Theater Basel, Neumarkttheater Zürich). Er erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge für konzertante Musik und für Hörspiel- und Theaterproduktionen, zuletzt für die Luzärner Puureoperette 2009 im luzernischen Burgrain in der Inszenierung von Louis Naef.

Besetzung

Christian Herzog, genannt Chrigel: Franky Weber
Vater Herzog: Hans Jörg Gygli
Hans Michel Flückiger, Wirt: Albert Schumacher
Margrit Flückiger, genannt Griit: Esther Schweizer
Witwe Grimm: Susi Russenberger
Schang Koch: Reini Anliker
Jules Keller: Hans Clavadetscher
Anton Fankhauser: Max Hochstrasser
Ursle Tanner: Myrtha Bonderer
Susann Bader: Trudi de Vries
Heidi Blatter: Katrin Schneider
Nelly Lüscher: Tanja Zeller

Hinter der Bühne

Licht und Technik: Martin Indlekofer
Maske: Maya Wohlwend
Requisiten: Brigitte Weber
Einstudierung Gesang: Christov Rolla
Bewegungstraining: Susanna Lerch
Beratung Kostümkonzept: Barbara Mens
Assistenz Kostüme:Barbara Ehrensperger
Bühnenbau: Fritz Bucher, Walter Ehrensperger, Richard Hilfiker,
Assistenz Technik:Pascal Eichenberger, Patrick Honegger

Plakat: Pe Spalinger
Programmheft: Fridolin Kurmann (Redaktion); Willy Müller (Gestaltung)
Foto: David Häusermann
Gastronomie: Maggie Gsell
Finanzen: Kurt Reber
Presse: Kurt Reber

Produktionsleitung: Christian Kempe

Aufführungsdaten:
Samstag, 27.02.2010, 20:15 Uhr
Freitag, 05.03.2010, 20:15 Uhr
Samstag, 06.03.2010, 20:15 Uhr
Freitag, 12.03.2010, 20:15 Uhr
Samstag, 13.03.2010, 20:15 Uhr
Freitag, 19.03.2010, 20:15 Uhr
Samstag, 20.03.2010, 20:15 Uhr
Freitag, 26.03.2010, 20:15 Uhr
Samstag, 27.03.2010, 20:15 Uhr
Freitag, 09.04.2010, 20:15 Uhr
Samstag, 10.04.2010, 20:15 Uhr
Freitag, 16.04.2010, 20:15 Uhr
Samstag, 17.04.2010, 20:15 Uhr

Inszenierung: Urs Häusermann

Bühne: Pe Spalinger
Kostüme: Francisca Hüsser
Musik: Hans Hassler
Bewegung: Susanna Lerch
Einstudierung Gesang: Christov Rolla
Licht und Technik: Martin Indlekofer
Requisiten: Brigitte Weber
Maske: Maya Wohlwend
Produktionsleitung: Christian Kempe

Es spielen
Franky Weber
Hans Jörg Gygli
Albert Schumacher
Esther Schweizer
Susi Russenberger
Reini Anliker
Hans Clavadetscher
Max Hochstrasser
Myrtha Bonderer
Trudi de Vries
Katrin Schneider
Tanja Zeller

Eintrittspreise: Fr. 30.—
(Legi, Kinder und Jugendliche halber Preis)

John Millington Synge

John Millington Synge
John Millington Synge wurde am 16. April 1871 in Rathfarnham bei Dublin geboren. Seine Eltern entstammten der protestantischen anglo-irischen Oberschicht. Am Dubliner Trinity College studierte er zuerst Naturwissenschaften und Musik. Dann zog er 1892 nach Paris. Dort studierte er französische Literatur, befasste sich mit keltischer Philologie und arbeitete als Literaturkritiker. Der irische Dichter William Butler Yeats, den er ebenfalls in Paris kennen lernte, animierte ihn zu einer intensiveren Beschäftigung mit der irischen Geschichte und Mythologie. Auf dessen Rat hin verbrachte er von 1899 bis 1902 jeweils die Sommermonate auf den einsamen Aran-Inseln vor der Westküste Irlands, lebte dort unter den Fischern. Er setzte sich mit deren kräftigen, bilderreichen Sprache auseinander, die von gälischen und irisch-englischen Elementen geprägt war. Hier fand er auch den Stoff zum The Playboy of the Western World. Nach den Jahren auf den Inseln lebte er abwechselnd in Paris, London und Dublin.

1904 wurde er in Dublin Direktor des Abbey Theaters (bis dahin Irish Literary Theatre), zu dessen Mitbegründern er gehörte und das später zum irischen Nationaltheater wurde. In diesem Theater gelangten seine Schauspiele zur Aufführung.

John Millington Synge wurde von seinen Zeitgenossen als stiller, fast schon meditativer Charakter beschrieben, zu dem selbst engste Familienangehörige nur schwer Zugang fanden. Er litt lange am Hodgkin-Lymphom, einer zu seiner Zeit unheilbaren Erkrankung, an der er am 24. März 1909 kurz vor seinem 38. Geburtstag in Dublin verstarb.

© 2008 – Kellertheater Bremgarten