Kellertheater Bremgarten
Schellenhausplatz
5620 Bremgarten AG

Eigeninszenierung

Neil Simon

Der gute Doktor

Szenen nach frühen Erzählungen von Anton Tschechow

Mundartbearbeitung Kellertheater Bremgarten

Ein Niesanfall mit ungeahnten Folgen; eine perfekt misslungene Verführung; eine verpasste Gelegenheit zu spätem gemeinsamem Glück; ein Matrose, der sein eigenes Ertrinken gewinnbringend verkauft: Der grosse russische Autor Anton Tschechow schrieb als Student zahlreiche satirische Erzählungen für Zeitschriften. Einige davon hat der amerika-nische Dramatiker Neil Simon zu einem Theaterstück verarbeitet. Die Szenen – grotesk-komisch die einen, still-melancholisch die andern – zeugen von Tschechows unverstelltem und zugleich liebevollem Blick in die Weiten der menschlichen Seele.

Bildergalerie (Fotos Dieter Schmitz) bitte auf das Bild klicken...
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Pressestimmen

Bremgarter Bezirks-Anzeiger 12.04.2011 Dernièrenbericht

Bremgarter Bezirks-Anzeiger 22.02.2011 über die Première Teil 1

Bremgarter Bezirks-Anzeiger 22.02.2011 über die Première Teil 2

Aargauer Zeitung 21.02.2011 über die Première

Bremgarter Bezirks-Anzeiger 18.02.2011

Bremgarter Bezirks-Anzeiger 04.02.2011

Aargauer Zeitung 04.02.2011

Freischütz Muri 25.02.2011

Freischütz Muri 08.02.2011

Sponsoren

Die Produktion Der gute Doktor wird unterstützt von
Swisslos-Fonds Kanton Aargau
Koch-Berner-Stiftung, Villmergen
Hamasil Stiftung, Zürich
Dambach-Stiftung Villmergen
Migros-Kulturprozent
Leo und Agnes Weber-Huber Stiftung Muri
Ortsbürgergemeinde Bremgarten
Einwohnergemeinde Bremgarten
Kulturstiftung Dora und Dr. Hans Weissenbach, Bremgarten
Gönnerinnen und Gönner des Kellertheaters Bremgarten
Herzlichen Dank

swisslos
migros kurturprozent

Künstlerische Leitung

Klaus Henner Russius

Inszenierung

Geboren 1937 in Danzig, lebt in Zürich. Nach der Matura Schauspielausbildung an der Max Reinhardt Schule in Berlin. Engagements in Göttingen, Düsseldorf, St. Gallen, Mannheim. 1968–1980 in Basel bei Werner Düggelin und Hans Hollmann. 1980–1985 am Schauspielhaus Frankfurt, als Gast am Stadttheater Basel und am Neumarkt Theater in Zürich. Seit 1985 freischaffend, u.a. in Heidelberg, Frankfurt, Düsseldorf, Bonn und Zürich. Viel beachtete Einmannproduktionen: Heinrich von Kleists Michael Kohlhaas (1994) und Das Nibelungenlied (1996).
Sprechrollen an den Opernhäusern in Frankfurt/Main (1981), Aix-en-Provence (1985/86), Nizza (1986/87) und Lyon (1987), Heidelberg (1988).
Regiearbeiten in Verscio (1980); Wien (1994); Arlesheim (1995); Zürich (1996, 1998, 1999, 2000, 2001); Chur (1993, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2008);
Kellertheater Bremgarten (2000 Lysistrate; 2004 Heinrich Bullinger, Freilichttheater; 2007 Der Tollste Tag; 2009 Figaro lässt sich scheiden).
In den letzten Jahren einige viel beachtete Regiearbeiten im Umfeld des Sogar Theaters Zürich mit Schauspieler/innen wie Graziella Rossi, Jaap Achterberg, Helmut Vogel. Zuletzt im Mai 2008 die erfolgreiche Inszenierung von „Meisterklasse“ von Terrence McNally.
Präsident des Sogar Theaters Zürich.

Pe Spalinger

Bühne

Geboren 1947 und aufgewachsen in Zürich, Grafiker SGD, lebt in Bremgarten. Seit 1984 Inhaber eines Ateliers für Gestaltung in Bremgarten. Zuvor arbeitete er 17 Jahre bei Müller-Brockmann in Zürich, davon fünf Jahre als Atelier-Chef. Sein erstes Bühnenbild für das Kellertheater Bremgarten entwarf er 1971. Seither hat ihn die dreidimensionale gestalterische Auseinandersetzung mit einer szenischen Geschichte, den Figuren, ihren Darstellern und der Regie nicht mehr losgelassen. Das Bühnenbild zu Der gute Doktor ist das siebenundvierzigste, das er für das Kellertheater geschaffen hat.
Die Entwürfe auf der realen Bühne umzusetzen, stellt ihn vor immer wieder neue Herausforderungen. Doch viel mehr als die technischen und szenischen Probleme und der vorhandene Zeitdruck wiegen für ihn die Lust an der persönlichen Realisierung und die freundschaftliche Zusammenarbeit im ökonomisch freieren Umfeld der Frei-Zeit. So hat ihn das Kellertheater Bremgarten in seiner persönlichen und beruflichen Entwicklung stark geprägt.

Ursina Schmid

Kostüme

Geboren 1985 in Luzern, aufgewachsen in Graubünden, lebt in Zürich. Ausbildung zur Damenschnei-derin (2002-2005) und Weiterbildung zur Theaterschneiderin (2005-2006), beides an der Fachschu-le für Mode und Gestaltung in Zürich. Seit 2006 Engagements als Kostümbildnerin und Regieassistentin an der Klibühni Chur, an den Freilichtspielen Chur, und am Turbinen Theater Langnau, Kostümbilderin am Casino Theater Winterthur, bei Opera viva Obersaxen. Tourneebegleitung in Deutschland für Elisabeth das Musical (2009/2010); Kostümbild und Tourneebegleitung für Das Drama, in der Deutschschweiz (2010/2011).

Eveline Irene Eberhard

Regieassistenz

Eveline Irene Eberhard absolvierte die Schule für Bewegungstheater Comart in Zürich und das Performance Year bei Malou Fenaroli. Seit 2004 arbeitet sie als freischaffende Theaterschaffen-de und spielte in verschiedenen Formationen. 2005 gründete sie zusammen mit Silvana Castelberg crème brûlée – performed comic theater. Regieassistenzen machte sie unter anderem 2007 beim Teatro Matto, 2009 bei Thom Luz’ Stück Schutz & Rettung und 2010 Tag der hellen Zukunft an der Gessnerallee in Zürich. Im Anschluss an Der gute Doktor wird sie bei Lukas Bangerter / Plasma in Zürich und bei Manfred Ferrari / ressort k in Chur assistieren.

Besetzung

Der Schriftsteller
Erzähler: Christian Kempe

Das Niesen
Tscherdiakow: Alberto Ruano
Sonja: Laura Bosshard
Minister: Niklaus Meyer
Erzähler: Christian Kempe

Die Gouvernante
Hausherrin: Esther Schweizer
Julia: Susanne Schläpfer
Erzähler:Christian Kempe

Die Verführung
Erzähler, Pjotr: Christian Kempe
Ehemann: Willy Müller
Ehefrau: Tanja Zeller

Zu spät zum Glücklichsein
Mann: Albert Schumacher
Frau: Mireille Brack
Strassenmusiker: Simon Landwehr

Der Ertrunkene
Herr: Erich Borner
Seemann: Daniel Betschart
Polizist: Dieter Schmitz

Das Vorsprechen
Stimme: Christian Kempe
Mädchen: Esther Schweizer

Ein hilfloses Geschöpf
Angestellter: Dieter Schmitz
Direktor Kistunow: Nik Meyer
Frau: Susi Russenberger

Das Arrangement
Erzähler, Vater: Christian Kempe
Junge: Simon Landwehr
Mädchen: Tanja Zeller

Hinter der Bühne

Technik: Patrick Honegger
Ton: Markus Zurbuchen
Musik: Christov Rolla
Maske: Maya Wohlwend
Requisiten: Brigitte Weber
Bühnenbau: Walter Ehrensperger, Richard Hilfiker, Brigitte Weber
Assistenz Kostüme: Barbara Ehrensperger

Mundartübersetzung: Erich Borner, Mireille Brack, Edgar Kaufmann, Fridolin Kurmann
Programmheft: Fridolin Kurmann (Redaktion), Willy Müller (Gestaltung)
Plakat: Pe Spalinger
Fotos: Dieter Schmitz
Finanzen: Kurt Reber
Presse: Reini Anliker
Produktionsleitung: Reini Anliker, Martin Indlekofer

Aufführungsdaten:
Samstag, 19.02.2011, 20.15 Uhr
Freitag, 25.02.2011, 20.15 Uhr
Samstag, 26.02.2011, 20.15 Uhr
Freitag, 11.03.2011, 20.15 Uhr
Samstag, 12.03.2011, 20.15 Uhr
Freitag, 18.03.2011, 20.15 Uhr
Samstag, 19.03.2011, 20.15 Uhr
Freitag, 25.03.2011, 20.15 Uhr
Samstag, 26.03.2011, 20.15 Uhr
Freitag, 01.04.2011, 20.15 Uhr
Samstag, 02.04.2011, 20.15 Uhr
Freitag, 08.04.2011, 20.15 Uhr
Samstag, 09.04.2011, 20.15 Uhr

Rahmenveranstaltungen

Samstag, 12. März 2011, 19:15
Einführung in das Stück mit
Klaus Henner Russius.
Anmeldung bis 19.02.2011 über Volkshochschule Bremgarten

Sonntag, 13. März 2011, 10:45
Nächtliches Gespräch eines Betrunkenen mit einem nüchternen Teufel
Klaus Henner Russius liest Satiren
von Anton Tschechow

Inszenierung: Klaus Henner Russius

Bühne: Pe Spalinger
Kostüme: Ursina Schmid
Regieassistenz: Eveline Eberhard

Musik: Christov Rolla
Licht / Technik: Patrick Honegger
Ton: Markus Zurbuchen
Requisiten: Brigitte Weber
Maske: Maya Wohlwend

Produktionsleitung:
Reini Anliker, Martin Indlekofer

Es spielen
Daniel Betschart
Laura Bosshard
Erich Borner
Mireille Brack
Christian Kempe
Simon Landwehr
Niklaus Meyer
Willy Müller
Alberto Ruano
Susi Russenberger
Susanne Schläpfer
Dieter Schmitz
Albert Schumacher
Esther Schweizer
Tanja Zeller

Eintritt: Fr. 30.—
(Legi, Kinder und Jugendliche halber Preis)

Neil Simon

Neil Simon

Neil Simon, geboren am 4. Juli 1927, stammt aus dem jüdischen Viertel in Brooklyn und lebt auch heute noch in New York. Schon früh begann er, gemeinsam mit seinem Bruder, Drehbücher und Sketchs für Fernseh- und Bühnenshows zu verfassen. Am Broadway trat er zum ersten Mal 1955 in Erscheinung, als ein Sketch-Programm mit seinen Texten Premiere hatte.

Den endgültigen Durchbruch erlebte er 1963 mit seinem Stück Barfuss im Park mit Robert Redford in der männlichen Hauptrolle, die dieser nach 1’530 Vorstellungen am Broadway auch in der Verfilmung spielte. Seither schrieb Neil Simon zahlreiche Gesellschaftskomödien, die später in Starbesetzung verfilmt wurden.

Seine Stücke und Filmszenarien Ein seltsames Paar (The Odd Couple), Plaza Suite, Sonny Boys und California Suite waren es vor allem, die ihn zu Amerikas populärstem Drehbuch- und Bühnenautor werden liessen.

Anton Tschechow

Anton Pawlowitsch Tschechow

Der russische Arzt und Schriftsteller Anton Pawlowitsch Tschechow wurde am 17. Januar 1860 im südrussischen Taganrog geboren. Er wuchs in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Der Vater ging mit seinem Kramladen bankrott und floh vor den Schuldnern nach Moskau. Nach Abschluss des Gymnasiums folgte Anton der Familie dorthin nach und konnte dank eines Stipendiums Medizin studieren. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen schrieb er nebenbei kurze Erzählungen für verschiedene Zeitschriften. Einige davon sind in Der gute Doktor verarbeitet.

Auch als Arzt lebte Tschechow vorwiegend vom Schreiben. Seine mittellosen Patienten behandelte er meist ohne Honorar. In den 1890er Jahren widmete er sich vermehrt dem Theater. Am Moskauer Künstlertheater kamen seine grossen Theaterstücke heraus: Die Möwe, Onkel Vanja, Drei Schwestern, Der Kirschgarten. Bei diesen Inszenierungen wirkte auch die Schauspielerin Olga Knipper mit, die er 1901 heiratete.

Tschechow litt schon seit jungen Jahren unter Lungentuberkulose. Als sich sein Zustand verschlimmer-te, zog er 1899 endgültig von Moskau weg und liess sich in Jalta am Schwarzen Meer nieder. Mehrmals fuhr er zur Kur nach Westeuropa. Am 2. Juli 1904 starb er während eines Kuraufenthaltes in Badenweiler.

© 2008 – Kellertheater Bremgarten