Kellertheater Bremgarten
Schellenhausplatz
5620 Bremgarten AG

Eigeninszenierung

Jürg Federspiel

Die Ballade von der Typhoid Mary

nach der Erzählung von Jürg Federspiel in einer Theaterfassung von Simon Ledermann

Einem Todesengel gleich kocht sich Mary Mallon durch die Küchen der Reichen in New York und verbreitet Krankheit und Verderben. In schuldiger Unschuld überträgt sie Typhus ohne selber krank zu werden. Ihre Leidenschaft gehört ganz dem Kochen und der Liebe.
Jürg Federspiel erzählt in starken, düster-poetischen Bildern und feierte mit seinem Roman auch in Amerika grossen Erfolg. Das Kellertheater zeigt seine berührende und gleichzeitig wunderbar groteske ‚Ballade’ in einer neu überarbeiteten Bühnenfassung von Simon Ledermann.

szene

Sponsoren

Die Produktion Die Ballade von der Typhoid Mary wird unterstützt von
Swisslos-Fonds Kanton Aargau
Ernst Dambach-Stiftung, Villmergen
Migros-Kulturprozent
Ortsbürgergemeinde Bremgarten
Einwohnergemeinde Bremgarten
Kulturstiftung Dora und Dr. Hans Weissenbach, Bremgarten
Gönnerinnen und Gönner des Kellertheaters Bremgarten
Herzlichen Dank

Migros Kulturprozent
drei marys am herd

Künstlerische Leitung

Simon Ledermann

Theaterfassung und Inszenierung

Geboren 1969 in Luzern. Aufgewachsen in Obwalden. Lebt mit seiner Familie in Zürich.
1997 Diplom der Schauspiel Akademie Zürich (heute: Hochschule der Künste). Seither als freischaffender Regisseur, Autor und Schauspieler tätig.
2001/02 Teilnehmer am Dramenprozessor, einem Förderstipendium für junge Dramatiker.
2003 Stipendium des Kantons Obwalden für Schreibaufenthalt in New York.
Als Autor und Regisseur schreibt, entwickelt und inszeniert er Stücke, Performances und theatrale Ereignisse auch abseits der Bühne. Dabei arbeitet er für professionelle Gruppen der freien Szene, für Laienensembles und Museen.
Er übersetzt Stücke aus dem Englischen, schreibt und inszeniert Hörspiele für Radio DRS und realisiert Audio- und Filmproduktionen für Firmen
Zusammen mit dem Musiker und Komponist Michael Wernli gründet er 2009 das Bühnenduo LedermannWernli und verwirklichte damit einen alten Traum: mit eigenen Texten und Songs auf der Bühne zu stehen. 2012 hatte das zweite abendfüllende Programm Wätterpricht Premiere. www.ledermannwernli.ch

Pe Spalinger

Bühne

Geboren 1947 und aufgewachsen in Zürich, Grafiker SGD, lebt in Bremgarten. Seit 1984 Inhaber eines Ateliers für Gestaltung in Bremgarten. Zuvor arbeitete er 17 Jahre bei Müller-Brockmann in Zürich, davon fünf Jahre als Atelier-Chef. Sein erstes Bühnenbild für das Kellertheater Bremgarten entwarf er 1971. Seither hat ihn die dreidimensionale gestalterische Auseinandersetzung mit einer szenischen Geschichte, den Figuren, ihren Darstellern und der Regie nicht mehr losgelassen. Neben zahlreichen Arbeiten für das Kellertheater gestaltete er 2012 für das Landschaftstheater Mit Chrüüz und Fahne die Spielplätze für die Szenen rund um das Schloss Hilfikon. Das Bühnenbild zu Typhoid Mary ist das neunundvierzigste, das er für das Kellertheater geschaffen hat.

Barbara Medici

Kostüme

Barbara Medici lebt und arbeitet in Luzern.
Ausbildung zur Haute Couture Schneiderin für Damen, Theaterschneiderin im Luzerner Theater, Herrenabteilung, Gewandmeisterin für Damen und Herren. Anstellungen als Gewandmeisterin in den Theatern St. Gallen, Solothurn, Bern und Biel. Ausstattungen als Kostümbildnerin und Gewandmeisterin in den Theatern Stans, Malters, Sarnen, Ruswil, Ettiswil, der Kellerbühne St.Gallen und Ravensburg. Gewandmeisterin bei Wetterleuchten, Freilichttheater der Seebühne Luzern im Juli 2013. Oktober 2013 Theater Sarnen, Urfaust unter der Regie Adrian Hossli.

Christov Rolla

Musikalische Leitung und Komposition

Geboren 1977 im luzernischen Seetal. Lebt und arbeitet in Luzern.
Ausbildung zum Primarlehrer am Lehrerseminar Hitzkirch und Studium der Chorleitung und Schulmusik II an der Musikhochschule Luzern. Seither arbeitet er als Theatermusiker, Chorleiter, Komponist und Musikant.
Er leitet das A-Capella-Ensemble Integral sowie den Johanneschor Kriens und ist Pianist der beiden Formationen Canaille du jour und Die Morlocks. Als Theatermusiker ist er sowohl für professionelle Ensembles (Luzerner Theater, luki*ju theater luzern) wie auch für ambitionierte Laiengruppen tätig (Willisau, Stans, Sarnen, Ruswil, Bremgarten, Mit Chrüüz und Fahne 2012 in Hilfikon, u.a.).

Besetzung

Mary I Rebecca Oester
Mary II Anja Betschart
Mary III Stephanie Hübner
Mary IV Esther Schweizer

Lea Sandra Rageet, Erzählerin Barbara Hilpert

Hafenbeamter Franky Weber
Hafenbeamtin Nelly Tester
Dr. Dorfheimer, Arzt Albert Schumacher
Vicky, seine Haushälterin Hildegard Hilfiker

Zeitungsjunge Patrick Honegger
Mr. Spornberg Hans Jörg Gygli

Alma, Marktfrau Ursina Eichenberger
Betty, Marktfrau Susanne Schläpfer
Claris, Marktfrau Nelly Tester
Almas kranker Ehemann Franky Weber

Chris Cramer, Anarchist Thomas Feuz

Al Fogerty Silvan Melchior
Prostituierte Ursina Eichenberger, Nelly Tester, Hildegard Hilfiker

Onkel Steve Willy Müller
Onkel Delbert Franky Weber
Mrs. Delbert Scott Susanne Schläpfer

Monsieur Jules d’Albert Albert Schumacher

Angela Nelly Tester

Mrs. Appleton-Jones Hildegard Hilfiker
Mr. O’Brien Willy Müller

Die Frau in der Kutsche Ursina Eichenberger
Caroline Mariam Ahmad Fouad

Musiker Hans Gläser, Patrick Honegger, Willy Müller, Albert Schumacher

Hinter der Bühne

Regieassistenz Andrea Louys, Martin Indlekofer
Licht und Technik Laura Bosshard, Pascal Eichenberger, Simon Landwehr
Maske Alexandra Steuer
Requisiten Brigitte Weber

Bühnenbau Walter Ehrensperger, Richard Hilfiker
Mitarbeit Technik Marco Erni, Patrick Honegger
Assistenz Kostüme Barbara Ehrensperger
Assistenz Maske Verena Dietrich
Assistenz Requisiten Mona Helle

Programmheft Fridolin Kurmann (Redaktion), Willy Müller (Gestaltung)
Plakat Pe Spalinger
Sponsoring Kurt Reber
Finanzen Heinz Vaselai
Presse Reini Anliker

Produktionsleitung Martin Indlekofer, Andrea Louys

Aufführungsdaten:
Samstag, 08.02.2014, 20:15 Uhr
Freitag, 14.02.2014, 20:15 Uhr
Samstag, 15.02.2014, 20:15 Uhr
Freitag, 21.02.2014, 20:15 Uhr
Samstag, 22.02.2014, 20:15 Uhr
Freitag, 07.03.2014, 20:15 Uhr
Samstag, 08.03.2014, 20:15 Uhr
Freitag, 14.03.2014, 20:15 Uhr
Samstag, 15.03.2014, 20:15 Uhr
Freitag, 21.03.2014, 20:15 Uhr
Samstag, 22.03.2014, 20:15 Uhr
Mittwoch, 26.03.2014, 20.15 Uhr
Freitag, 28.03.2014, 20:15 Uhr
Samstag, 29.03.2014, 20:15 Uhr

Inszenierung: Simon Ledermann

Zusatzvorstellung am Mittwoch 26. März 2014, 20.15 Uhr

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Bühne: Pe Spalinger
Kostüme: Barbara Medici
Musikalische Leitung: Christov Rolla
Regieassistenz: Martin Indlekofer, Andrea Louys

Licht / Technik: Pascal Eichenberger, Laura Bosshard, Simon Landwehr
Requisiten: Brigitte Weber
Maske: Alexandra Steuer
Musik: Hans Gläser, Willy Müller

Produktionsleitung: Martin Indlekofer, Andrea Louys

Es spielen:
Mariam Ahmad Fouad
Anja Betschart
Ursina Eichenberger
Thomas Feuz
Hans Gläser
Hans Jörg Gygli
Hildegard Hilfiker
Barbara Hilpert
Patrick Honegger
Stephanie Hübner
Silvan Melchior
Willy Müller
Rebecca Oester
Susanne Schläpfer
Albert Schumacher
Esther Schweizer
Nelly Tester
Franky Weber

Eintritt: Fr. 30.00
(Legi, Kinder, Jugendliche, Kulturlegi Caritas halber Preis; AHV/IV Ermässigung von Fr. 5.00 )

Jürg Federspiel

Jürg Federspiel

Jürg Federspiel wurde am 28. Juni 1931 in Kemptthal, Kanton Zürich, geboren. Sein Heimatort ist Domat/Ems in Graubünden. Er verbrachte seine Jugend in Davos, spätere Aufenthalte führten ihn nach Berlin, Paris, Basel und – wiederholt und für längere Zeit – nach New York. Bis zu seinem Tod im Januar 2007 lebte Jürg Federspiel in Basel.
Der Autor arbeitete schon früh als Journalist und Kritiker für verschiedene Blätter, schrieb Hörspiele und Rundfunk-Features. Ein journalistisches Element findet sich denn auch in allen seinen Prosatexten. Seine bevorzugten schriftstellerischen Formen sind Reportagen und Erzählungen.

Jürg Federspiel ist u. a. Träger des Preises der Schweizerischen Schillerstiftung (1961), des Conrad-Ferdinand-Meyer-Preises (1969), des Literaturpreises der Stadt Zürich (1986) und des Literaturpreises der Stadt Basel (1988).

Federspiel recherchiert genau, nimmt Augenschein vor Ort und berichtet dann die Wahrheit vom Ende her. Er verfügt über die Begabung, dichteste Realität zu vermitteln und Situationen in wenigen Sätzen zu umreissen. So gelingt es Federspiel, ein ganzes Leben, einen Charakter oder einen grellen Ausschnitt von Welt in einem sprechenden Augenblick brennpunktartig zusammen-zufassen.

In der deutschschweizerischen Literatur ist Jürg Federspiel ein Einzelgänger und Sonderfall, der stärker als andere von amerikani-schen Formen und Kriterien geprägt ist.

Werke:
Orangen und Tode (1961)
Museum des Hasses (1969)
Brüderlichkeit (1977)
Die Ballade von der Typhoid Mary (1982)
Wahn und Müll (1983)
Geographie der Lust (1989)
Melancolia Americana (1994)

Quelle: Schweizerisches Literaturarchiv

© 2008 – Kellertheater Bremgarten