Kellertheater Bremgarten
Schellenhausplatz
5620 Bremgarten AG

Gastspiel

Samstag, 29.11.2014, 20.15 Uhr

Graziella Rossi, Helmut Vogel und Andrea Wiesli

"War da was?"

CLARA SCHUMANN UND JOHANNES BRAHMS - Eine Klang-Chronik von Armin Brunner

War es einfach eine wunderschöne Freundschaft oder eine besitzergreifende Leidenschaft? Was war wirklich zwischen Clara Schumann und dem 14 Jahre jüngeren Johannes Brahms? Während ein verzweifelter und kranker Robert Schumann von der Brücke in die Fluten des Rheins springt, gerettet wird und seine beiden letzten Lebensjahre ab 1854 in der Nervenklinik verbringt, wird der Kontakt zwischen Schumanns Frau Clara und dem jungen Brahms zusehends intensiver. Fest steht, und seine Briefe bezeugen es, dass Brahms in Clara verliebt war.

Clara Schumann – die bekannteste Frau der Musikgeschichte.
Vom Wunderkind am Konzertflügel zur „Eisernen Lady“ am Hoch’schen Konservatorium zu Frankfurt – das ist ein Passionsweg ohnegleichen.

Clara wird von allen benutzt:
Vom eigenen Vater, der mit ihr bis an die Grenzen der Misshandlung geht und
der seine Wahnvorstellungen von einer menschlichen Klaviermaschine an seiner Tochter verwirklichen will – egal zu welchem Preis …
…von Robert Schumann, der sich vornimmt, Clara nach seinen Bedürfnissen umzuformen und gefügig zu machen …
… vom blutjungen Johannes Brahms, der sich von Clara in Sachen Erotik unterweisen lässt, den Liebestaumel auskostet und dann den Venusberg fluchtartig verlässt …
… und dann noch von einem gewissen Theodor Kirchner, Organist an der Stadtkirche Winterthur, der sich von Clara seine Liebesdienste in barer Münze ausbezahlen lässt und diese sogleich im Casino auf den Spieltisch setzt.

„Wir sind zu romantisch!“, soll Claras Mutter öfters zu ihrer Tochter gesagt haben.

„Wer weiss, vielleicht stimmt es wirklich, dass die Menschen vor der Erfindung der Liebe glücklicher waren.“

Graziella Rossi wurde 1957 geboren. Sie ist Doppelbürgerin Schweiz/Italien. Sie absolvierte ihre Ausbildung an den Schauspielakademien Zürich und Prag. Seit Jahrzehnten arbeitet sie als Schauspielerin in der Schweiz, Italien, Frankreich, Österreich, USA, Kanada in den jeweiligen Landessprachen. Sie spielte auch in vielen Filmen und Hörspielen mit. Das Publikum im Kellertheater kam durch Graziella Rossi wiederholt zu einmaligen Theatererlebnissen durch ihre Gestaltung grosser, wunderbarer und widersprüchlicher Frauenfiguren, wie Anna Sergejewna in „Die Dame mit dem Hündchen“ von Anton Tschechow, Maria Callas in „Meisterklasse“ von Terrence Mc Nally oder zuletzt als „Rose“ von Martin Sherman.

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Mit: Graziella Rossi (Erzählerin), Helmut Vogel (Chronist) und Andrea Wiesli (Klavier)

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