Kellertheater Bremgarten
Schellenhausplatz
5620 Bremgarten AG

Eigeninszenierung

Xavier Koller

S gfrornig Härz

nach der Erzählung "Begräbnis eines Schirmflickers" von Meinrad Inglin.

Bühnenbearbeitung Annette Windlin

Nach einer durchzechten Winternacht findet ein Landstreicher seinen Trinkfreund, den Schirmflicker, erfroren am Weg zwischen Vorderau und Hinterau. In beiden Dörfern scheut man aber die Kosten für die Beerdigung. Als die Hinterauer die Leiche des „Feckers“ heimlich zurück nach Vorderau schleppen, finden sie beim Toten ein Testament. Und ein versiegeltes Couvert. Da erhitzen sich die Herzen der Dörfler …
„S gfrornig Härz“, nach dem gleichnamigen Film von Xavier Koller, ist eine geistreiche Gaunergeschichte, bodenständig und träf.

Szenenfoto Korber Schirmflicker

Sponsoren

Die Produktion S gfrornig Härz wird unterstützt von
Swisslos-Fonds Kanton Aargau
Koch-Berner-Stiftung, Villmergen
Migros-Kulturprozent
Ortsbürgergemeinde Bremgarten
Einwohnergemeinde Bremgarten
Kulturstiftung Dora und Dr. Hans Weissenbach, Bremgarten
Gönnerinnen und Gönner des Kellertheaters Bremgarten
Herzlichen Dank

Logo Migros Kulturprozent
Jasssrunde mit Serviertochter

Künstlerische Leitung

Simon Ledermann

Inszenierung

Geboren 1969 in Luzern. Aufgewachsen in Obwalden. Lebt mit seiner Familie in Zürich.
Absolvent der Schauspiel Akademie Zürich (heute: Hochschule der Künste). Arbeitet als freischaffender Autor, Schauspieler und Regisseur. Schreibt, entwickelt und inszeniert Theaterstücke, Hörspiele und theatrale Ereignisse auch abseits der Bühne. Er übersetzt Stücke aus dem Englischen und bildet zusammen mit dem Musiker Michael Wernli Kabarettduo LedermannWernli.
Am Kellertheater Bremgarten inszenierte Simon Ledermann in der Spielzeit 2013/2014 seine Bühnenfassung von Die Ballade von der Typhoid Mary nach der gleichnamigen Erzählung von Jürg Federspiel.

www.ledermannwernli.ch

Pe Spalinger

Bühne

Geboren 1947 und aufgewachsen in Zürich, Grafiker SGD, lebt in Bremgarten. Seit 1984 Inhaber eines Ateliers für Gestaltung in Bremgarten. Zuvor arbeitete er 17 Jahre bei Müller-Brockmann in Zürich, davon fünf Jahre als Atelier-Chef. Sein erstes Bühnenbild für das Kellertheater Bremgarten entwarf er 1971. Seither hat ihn die dreidimensionale gestalterische Auseinandersetzung mit einer szenischen Geschichte, den Figuren, ihren Darstellern und der Regie nicht mehr losgelassen. In den vielen Jahren entstanden um die 50 Bühnenbilder für das Kellertheater Bremgarten und für andere Bühnen. Im Sommer 2012 gestaltete er für das Landschaftstheater Mit Chrüüz und Fahne die Bühnen des ersten Teils rund um das Schloss Hilfikon.

Barbara Medici

Kostüme

Barbara Medici lebt und arbeitet in Luzern.
Ausbildung zur Haute Couture Schneiderin für Damen, Theaterschneiderin im Luzerner Theater, Herrenabteilung, Gewandmeisterin für Damen und Herren. Anstellungen als Gewandmeisterin an den Theatern St. Gallen, Solothurn, Bern und Biel. Ausstattungen als Kostümbildnerin und Gewandmeisterin an den Theatern Stans, Malters, Sarnen, Ruswil, Ettiswil, der Kellerbühne St.Gallen und Ravensburg. Gewandmeisterin bei Wetterleuchten, Freilichttheater der Seebühne Luzern im Juli 2013.
Am Kellertheater Bremgarten schuf sie in der Spielzeit 2014/2014 die Kostüme für die Inszenierung Die Ballade von der Typhoid Mary, nach der Erzählung von Jürg Federspiel.

Michael Wernli

Musik

Michael Wernli (*1969) arbeitet als Singer-Songwriter, Hörspiel- und Bühnenmusiker in Zürich. Seit 1995 zeichnet er, nach seiner Ausbildung zum Real- und Oberschullehrer sowie vorwiegend autodidaktischer musikalischer Ausbildung, für rund 50 Bühnenmusiken verantwortlich. Ausserdem produziert er Hörspielmusiken für Radio SRF 1 und Tonspuren für Museen, Filme und Shows. Als Singer-Songwriter tritt er solo oder mit seinem langjährigen Partner Simon Ledermann im Duo LedermannWernli auf. Ausserdem begleitet er als e-Gitarrist den Autor und Kabarettisten Ralf Schlatter bei dessen Lesungen und spielt Cello, Perkussion und singt bei Fuhrwerk & Res Wepfer.

www.ledermannwernli.ch

Besetzung

Schirmflicker Hermann Käppeli
Korber Andreas Müller

Reichmuth, Wirt und Gemeindeammann Hinterau Hans Jörg Gygli
Frau Reichmuth Hildegard Hilfiker
Lehni, Serviertochter Hinterau Fabienne Meier
Mariili, “Idiotin” von Hinterau Anja Betschart

Betschart, Vizeammann und Störmetzger von Hinterau Franky Weber
Xavereli, Schuhmacher von Hinterau Erich Borner
Heinzer, Schreiner und Sargmacher von Hinterau Willy Müller
Rosi Petra Nyers
Pfarrer von Hinterau Niklaus Meyer

Gwerderin, Wirtin und Gemeindepräsidentin von Vorderau Susi Russenberger
Gwerder Willy Müller
Gasser, Jasser Albert Schumacher
Frau Bissig, Jasserin Charlotte Sieber
Frau Mettler, Jasserin Barbara Berner
Theres, Serviertochter Vorderau Stephanie Hübner

Posaune Willy Müller
Violine Eva Jäger
Blockflöte Anja Betschart
Chörli Erich Borner, Hildegard Hilfiker, Albert Schumacher

Hinter der Bühne

Regieassistenz Andrea Louys, Martin Indlekofer
Licht und Technik Laura Bosshard, Pascal Eichenberger, Simon Landwehr
Maske Eva Remlinger, Brigitte Weber
Requisiten Brigitte Weber

Bühnenbau Pe Spalinger, Walter Ehrensperger, Richard Hilfiker, Brigitte Weber
Assistenz Kostüme Barbara Ehrensperger

Programmheft Fridolin Kurmann (Redaktion), Willy Müller (Gestaltung)
Plakat Pe Spalinger
Sponsoring Kurt Reber
Finanzen Heinz Vaselai
Presse Reini Anliker

Produktionsleitung Martin Indlekofer, Andrea Louys

Aufführungsdaten:
Samstag, 28.02.2015, 20:15 Uhr
Freitag, 06.03.2015, 20:15 Uhr
Samstag, 07.03.2015, 20:15 Uhr
Freitag, 13.03.2015, 20:15 Uhr
Samstag, 14.03.2015, 20:15 Uhr
Freitag, 20.03.2015, 20:15 Uhr
Samstag, 21.03.2015, 20:15 Uhr
Freitag, 27.03.2015, 20:15 Uhr
Samstag, 28.03.2015, 20:15 Uhr
Mittwoch, 01.04.2015, 20:15 Uhr
Dienstag, 14.04.2015, 20.15 Uhr
Mittwoch, 15.04.2015, 20:15 Uhr
Freitag, 17.04.2015, 20:15 Uhr
Samstag, 18.04.2015, 20:15 Uhr

Inszenierung: Simon Ledermann

Bühne: Pe Spalinger
Kostüme: Barbara Medici
Musik: Michael Wernli
Regieassistenz: Martin Indlekofer, Andrea Louys

Licht / Technik: Pascal Eichenberger, Laura Bosshard, Simon Landwehr
Requisiten: Brigitte Weber
Maske: Eva Remlinger, Brigitte Weber

Produktionsleitung: Martin Indlekofer, Andrea Louys

Es spielen
Barbara Berner
Anja Betschart
Erich Borner
Hans Jörg Gygli
Hildegard Hilfiker
Stephanie Hübner
Eva Jäger
Hermann Käppeli
Fabienne Meier
Niklaus Meyer
Andreas Müller
Willy Müller
Petra Nyers
Susi Russenberger
Albert Schumacher
Charlotte Sieber
Franky Weber

Eintritt: Fr. 30.00
(Legi, Kinder, Jugendliche, Kulturlegi Caritas halber Preis; AHV/IV Ermässigung von Fr. 5.00 )

Xavier Koller

Xavier Koller wurde 1944 in Ibach (SZ) geboren; dort wuchs er auf und verbrachte seine ersten Schuljahre. 1953 zog die Familie Koller nach Mellingen, wo die Eltern ein Restaurant gekauft hatten. Nach der Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Werkzeugmacher.

Bereits während seiner Lehrzeit nahm Xavier Koller Schauspiel-unterricht in Zürich. Von 1964 bis 1967 studierte er an der Zürcher Schauspielakademie. Die folgenden Jahre war er an verschiedenen deutschen und Schweizer Theatern als Schauspieler und Regisseur tätig.

Nach verschiedenen erfolgreichen Filmproduktionen verfilmte er zwei Erzählungen von Meinrad Inglin: Das gefrorene Herz (1979) und Der schwarze Tanner (1985), beide mit Günter Lamprecht und Sigfrit Steiner in den Hauptrollen.

1990 drehte er das Filmdrama Reise der Hoffnung über eine alevitische Familie, die in die Schweiz auswandern will; dafür wurde er 1991 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausge-zeichnet. Mit Eine wen iig, dr Dällebach Kari nahm er wiederum einen schweizerischen Stoff auf; dieser Film über Coiffeurmeister und Berner Stadtoriginal Karl Tellenbach feierte an den Solothurner Filmtagen 2012 Première.
Seit 1991 lebt und arbeitet Xavier Koller in Los Angeles.

Das Drehbuch zum Film Das gefrorene Herz hat zwar Meinrad Inglins Erzählung Begräbnis eines Schirmflickers zur Vorlage. Doch vieles darin ist Xavier Kollers Schöpfung. Er hat zusätzliche Motive eingefügt und lässt zahlreiche neue Figuren auftreten, welche in der sehr knapp gehaltenen Kurzgeschichte nicht vorkommen.

Meinrad Inglin

Meinrad Inglin wurde am 28. Juli 1893 in Schwyz geboren. Früh verlor er seine Eltern. Er besuchte die Mittelschule in Schwyz, die er aber immer wieder unterbrach. In diesen Unterbrüchen begann er eine Uhrmacherlehre und arbeitete als Kellner. Danach studierte er moderne Sprachen, deutsche Literatur, Journalistik und Psychologie in Neuenburg, Genf und Bern. Aus finanziellen Gründen und wegen Militärdienst unterbrach er das Studium mehrmals und gab es schliesslich ganz auf. Er arbeitete als Volontär auf einer Redaktion in Bern und wurde Zeitungsredaktor in Zürich.

Nach einem Aufenthalt in Berlin kehrte er 1923 nach Schwyz zurück, wo er bis zu seinem Tod am 4.Dezember 1971 als freier Schriftsteller lebte. Inglins wichtigstes und berühmtestes Buch ist der Schweizerspiegel, die Aufarbeitung der Schweizer Geschichte der Jahre 1914 bis 1918 in Romanform. Es festigte in den 1930er Jahren Inglins Rang als bedeutender Epiker, den er sich mit dem kritischen Heimatroman Die Welt in Ingoldau geschaffen hatte.

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